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online oder noch offline?
Was uns das Internet beschert hat in den letzten 15 Jahren ist nicht wirklich nur gut, aber auf jeden Fall bietet das Netz der Netze für jeden Berufsstand Informationen in Hülle und Fülle, sowie Chancen und Risiken. Statische Internetseiten, auch HTML, oder Web 1.0 Seiten genannt, bieten Ärzten die Möglichkeit eine Web-Visitenkarte zu hinterlassen mit der Adresse, dem Spezialgebiet, den Öffnungszeiten und einigen Praxisbildern. Diese Seiten sind in den Suchmaschinen des Webs etwa so gut auffindbar, wie eine Flaschenpost im Atlantik und so modern wie ein Telefon mit Wählscheibe. Einen finanziellen Nutzen hiervon haben allerhöchstens Webdesigner, die diese Seiten erstellen. Das Internet hat sich längst weiterentwickelt und man spricht mittlerweile schon vom Web2.0 und dem hiermit verbundenen Hype.
Was bringt das Web 2.0 ?
Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich nicht nur ein Aufguss von Alt-Bekanntem, sondern es ist auch eine ideologische Wende eingetreten. Das Web 2.0 ist interaktiv und bietet den Nutzern von Webseiten nicht nur Informationen an, sondern man kann auch an der Informationserstellung teilhaben und vorhandene Literatur kommentieren und bewerten. Web 2.0 räumt auch auf mit den traditionellen, anonymen Foren, in denen sich Nicknames vom Schlage „Medicus“ und „Zauberfee“ wenig authentisch austauschen oder herumstreiten. Foren werden heute in soziale Netzwerke eingebettet und sollten einen authentischen Blick auf real existierende Nutzer erlauben, die dort auch gewisse Profilseiten unterhalten. Die Aussagen der Nutzer erhalten hierdurch mehr Aussagekraft. Einige Hybride der neuen Generation haben aber diesen Wechsel noch nicht vollzogen und gestatten Nicknames in Verbindung mit sozialen Netzwerken. Von diesen mehr als Freundes-Community bezeichneten Seiten sollte man sich fernhalten, außer man sucht den Austausch zur sog. Partygesellschaft.
Wer keine Zeit für tiefgreifende Internetabenteuer hat, sollte sich gleich zu Beginn überlegen, was er dort sucht. Sind es vor allem Patienten und der Austausch zu Kollegen sollte man viele Angebote ignorieren. Die Flut an Ärzte-Bewertungsseiten ist für Ärzte eher ein Ärgernis, als dass es sich lohnte hier aktiv teilzunehmen. Der Wert für Patienten lässt sich bei dem gegenwärtigen Tiefgang der Bewertungen auch bezweifeln und wird sich über kurz oder lang wieder auf der Grundlinie einpendeln.
Das Einzige was auf Dauer zählt, sind fundierte und hilfreiche Informationen, die allen Hilfesuchenden und auch Kollegen signalisiert, wer hier etwas Wichtiges zu sagen hat. Kombiniert mit netten Fotos von Arzt und Praxispersonal, sowie durchaus auch persönlichen Hobbies und privatem Engagement wird die Distanz im Internet überbrückt und eine persönliche Beziehung aufgebaut. Das schafft Vertrauen und Sympathie und bringt letztendlich Patienten.
Vorsicht Falle für neue Praxen und Gesellschaften!
Mit einem Branchenverzeichnis im Internet wird heute keiner mehr glücklich. Diese Kosten sollte man sich gleich schenken. In den meisten Fällen sind es Adressgräber, die nur Geld kosten.
Interessante Communities für Ärzte im Web sind z.B. Xing.com, LinkedIn.com und beonit.net. In Xing.com sind viele Headhunter unterwegs und es ist ausschließlich für die „Business“ Interessierten gedacht. LinkedIn fehlen im Gegensatz zu Xing Fotoprofile und die Möglichkeit offen Kontakte zu knüpfen. Es ist ein Empfehlungsnetzwerk. Beonit.net setzt auf Themengebiete und Vernetzung, wobei für Ärzte hauptsächlich das Gesundheitsportal interessant sein dürfte. Dass dort Gesundheit und Wellness adressiert wird ist eher ein Zeitgeist Aspekt.
Aber auch erste Vertreter des Web 3.0 sind als Prototyp im Internet verfügbar. Definitionsgemäß werden hierunter die 3D bzw. virtuellen Welten wie z.B. auch secondLife.com verstanden, die mit viel Marketingpower in 2007 gepusht wurden. Nach dem ersten virtuellen Banken Crash im 2. Leben dürfte auch dort Realität einkehren und den Nutzen relativieren. Ein virtuelles Ärztehaus?... für Avatare? Der Nutzen dürfte auf Ground Zero liegen.
Dank knauseriger Kassen und eines immer härter werdenden Wettbewerbs gilt es neue Wege zu finden und damit ist nicht die Auswanderung nach England oder Australien gemeint. Der erste Weg beginnt mit dem Selbstmarketing, dem Dank der Novelle im HWG (Heilmittelwerbegesetz) endlich mehr Dynamik verliehen wird. Bewusste Patienten nehmen größere Anreisewege auf sich und fordern auch moderne Behandlungsmethoden, die Naturheilkunde und Homöopathie beinhalten sollten. Eine Terminabsprache im Internet sowie ein gutes Zeitmanagement tun ihr Übriges.
Diskutieren Sie mit und informieren sich auf www.beonit.net/Wellness bzw. www.beonhealth.com